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Hochwasserschutz: Geschiebesammler in Hasliberg

Dorfbächli, Hasliberg (BE)

Am Dorfbächli in Hasliberg entsteht für den Hochwasserschutz ein Geschiebesammler mit einem Auffangvolumen von 5’000 m3. Wir konnten sowohl die Baugrube als auch die Betonarbeiten nach der BIM-Methodik ausführen.

Mit dem Bauprojekt schützt die Bauherrschaft Schwellenkooperation Hasliberg den Ortsteil Hohfluh vor Hochwasserschäden, wie sie 1999 und 2005 auftraten. Nach Abschluss verändert sich die Gefahrenkarte erheblich, insbesondere die rote Zone verringert sich und verschwindet weitgehend aus dem Siedlungsgebiet. Neben dem Geschiebesammler entstehen Leitdämme, eine Zufahrtsstrasse zum Sammler und eine Mauer zum Schutz eines direkt darunterliegenden Hauses. Als Spezialisten für Naturgefahren und Hochwasserschutz konnten wir dem Kunden unser breites Leistungsspektrum anbieten: Aushub, Baugrubensicherung und sämtliche Betonarbeiten gehören zu unserem Auftrag.

60 m breite Querscheibe im Bachbett
60 m breite Querscheibe im Bachbett

BIM to Field

Das Bauvorhaben wurde von den Planern der Mätzener & Wyss Bauingenieure AG nach der BIM-Methodik (Building Information Modeling) projektiert und die Bauausführung sollte durchgehend digital gesteuert werden. Gemeinsam mit den Planern implementierten wir den «BIM to Field»-Prozess mit einer Totalstation auf der Baustelle. Baugrube, Anker, Spritzbeton, die Bewehrung und das Betonbauwerk – sämtliche Gewerke und Bauteile sind im BIM-Modell integriert und wurden auf der Baustelle über Tablets aufgerufen.

Sichere Baustelleninstallation

Um Staubemission einzudämmen, wurde die Zufahrtsstrasse mit einem Belag befestigt. Ebenfalls wichtig waren Absturzsicherungen und Abschrankungen, damit spielende Kinder von den nahe gelegenen Ferienhäusern keinen Weg auf die Baustelle finden. Mit der sichergestellten Zufahrt und einer sicheren Baustelleninstallation waren wir bereit, uns rasch den Hauptarbeiten zu widmen.

Aushubarbeiten und die nachgezogene Nagelwand
Aushubarbeiten und die nachgezogene Nagelwand

Baugrube und deren Sicherung

Die Hauptarbeiten starteten mit 11’500 m3 Aushub. Im steilen, bewaldeten Gelände an den Flanken des Bachs setzten wir hierfür auf unseren Schreitbagger Kaiser S12. Die grösseren Erdbewegungen im flacheren Teil vergaben wir an den unmittelbar neben der Baustelle ansässigen Subunternehmer M. Blatter. Mit dem Aushub laufend mitgezogen wurde die Baugrubensicherung durch unsere Abteilung Spezialtiefbau. Die Grundbauer erstellten in der steilen Baugrube klassische Nagelwände mit Selbstbohrankern. Die Baugrube folgte dabei einer komplexen Form mit mehreren Bermen im steilen Geländeeinschnitt.

Gesicherte Baugrube mit mehreren Bermen
Gesicherte Baugrube mit mehreren Bermen

Betonbau am Geschiebesammler

Für den Hochbau wurde die Baustelle mit einem Obendreherkran ausgestattet. Zügig und spektakulär anzusehen, zog unsere Betonequipe die Querscheibe des Abschlussbauwerks hoch bis ans Ziel. Es entstand eine 60 m breite und 12.5 m hohe Betonsperre mit einem Fassungsvermögen von 5’000 m3. Dabei wurden 1’400 m3 Konstruktionsbeton verbaut. Dank einer starken Teamleistung konnte damit das Bauziel 2023 erreicht werden.

Ausblick 2024

Im Jahr 2024 stehen noch verschiedene Arbeiten auf dem Bauprogramm: So wird die gesamte Hinterfüllung im Frühling nach der Schneeschmelze erstellt. Die Erstellung von Blocksteinmauern und das Bauen der Leitdämme, als Absicherung im Überlastfall des Sammlers, sowie diverse Rekultivierungsarbeiten am Bach werden uns noch bis in den Sommer 2024 begleiten.

Technische Daten
Aushub: 11’500 m3
Anker: 3’500 m
Trockenspritzbeton: 275 m3
Zement: 66 t
Konstruktionsbeton: 1’400 m3
Schalung: 2’200 m2

Clemens Spichtig

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