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Challenge auf 2’800 m ü. M.

Spitze Stei, Kandersteg (BE)

Beim hochalpinen, winterlichen «Spitze Stei» bohrte unser Team unter Zeitdruck über 40 m tiefe Bohrlöcher in den kriechenden Untergrund.

Seit Mitte 2018 grosse Felsbewegungen um den «Spitze Stei» oberhalb des Oeschinensees beobachtet wurden, wird die Region überwacht. Das Gebiet hat eine Fläche von rund 0.6 km2 und liegt zwischen 2’100 und 2’900 m ü. M. Die Tatsachen, dass es sich um ein historisches Felssturzgebiet handelt und zurzeit beschleunigte Bewegungen gemessen werden, machen ein Sturzereignis in nächster Zukunft plausibel.

Spitze Stei, Kandersteg (BE)
Hochalpine Baustelleninstallation mit Arbeitsplattformen

Risikoanalyse ermöglichen

Die geologischen Analysen zeigen, dass Abbrüche von einigen Hunderttausend bis maximal 20 Mio. m3 möglich sind. Der Permafrost hat einen massgeblichen Einfluss auf die Prozessentwicklung sowie auf die Reichweiten. Um das Prozessverständnis zu verbessern, wurden an drei Standorten insgesamt vier Bohrungen abgeteuft und mittels Inklinometer, Thermistorenketten und Drucksonden ausgebaut. Unser Team nahm die Challenge an, mit einer Leichtbohrlafette Bohrungen in den bewegten, verklüfteten Fels zu treiben, durch welche die Geologen unter anderem Informationen über die Tiefe der Gleitfläche, den Schichtaufbau sowie den Permafrostzustand bekamen.

Spitze Stei, Kandersteg (BE)
Bohrarbeiten mit der Leichtbohrlafette

Zugang per Helikopter

Spitze Stei, Kandersteg (BE)
Materialtransport mit dem Helikopter

Neben dem abgelegenen Standort und der kalten Jahreszeit bestand die Herausforderung vor allem darin, dass die Bohrlöcher in die rutschende Masse gebohrt und diese nach dem Bohren sofort instrumentiert werden mussten. Da der Zugang zur alpinen Winterbaustelle nur bei Flugwetter möglich war, wurde für jede Bohrstelle ein Zeitfenster von mindestens drei Tagen benötigt. Unser Team passte sich dem stürmischen Wetter an und fand etappenweise Zeitfenster, um die Bohrungen effektiv und sicher auszuführen.

Technische Daten
Bohrungen 4 × 30 – 50 m

Philipp Bächler 

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