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Island: Staudamm vor Felssturz sichern

Kárahnjúkar, Island

Im Sommer 2015 sicherten wir die Felswand unterhalb des Überlaufs des Kárahnjúkar-Stausees. Im Anschluss daran haben wir die Planung der Felssicherung oberhalb der Zufahrtsstrasse begonnen.

Kárahnjúkar, Island
Staudamm

Diese Felswand liegt direkt oberhalb der Dammkrone. Dem Gefahrenpotenzial wurde mit den beim Bau des Kraftwerks installierten Steinschlagnetzen nicht genügend Rechnung getragen. Ein Felsabbruch, aber auch bereits ein Einzelblock, hat gemäss unseren Nachweisen das Potenzial, mit hoher Energie auf den wassersei­tigen Dammbereich aufzuschlagen. Der Damm ist hier mit einer Betonschale abgedichtet. Bereits ein verhältnismässig kleiner Block würde hier ein Leck verursachen. Eine fristgerechte Reparatur wäre – infolge der erschwerten Zugänglichkeit und dem Wasseranstieg von bis zu 1 m pro Tag – im Ereignisfall nicht gewährleistet. Der potenzielle Schaden wäre verheerend.

Gefahr stark reduziert

Aus diesem Grund entschied sich die Bauherrschaft, die Felswand von allen bekannten Risiken zu befreien und das Restrisiko auf ein akzeptables Minimum zu reduzieren. Wir führten an der Felswand zusammen mit einem Geologen eine Begehung durch und bemassen darauf basierend alle Massnahmen.

Am 27. Juni 2017 starteten wir mit den Installationsarbeiten. Bereits am zweiten Tag konnten alle Gerätschaften zum ersten Einsatzort geflogen werden. In der Folge wurde 24 Stunden am Tag gearbeitet. Die Arbeiten umfassten eine schwere Bodenabdeckung. Weiter wurden drei Einzelobjekte gesichert und vier Grossblöcke sprengtechnisch entfernt. Zusätzlich ersetzte das Team an der bestehenden Steinschlagverbauung die Rückspannanker. Wie geplant konnten die Arbeiten Ende Juli beendet werden.

Kárahnjúkar, Island
Bohrarbeiten am Seil

Unfallereignis

Ein Unfall am sechsten Arbeitstag in der Nacht überschattete die Arbeiten. Es zeigte uns auf einschneidende Art, dass das Unvorhersehbare jederzeit eintreffen kann. Nur dank der konsequenten Anwendung der Seiltechnik konnte grösseres Unheil verhindert werden. Von drei Personen musste eine mit gebrochenem Finger und einer grossen Wunde im Spital verarztet werden. Diese trat gleichentags die Heimreise an.

Technische Daten
Boden­ und Felsnägel 105 Stk., 4 – 6 m
Seilanker 40 Stk., 4 – 5 m
Sprengung Einzelobjekte 4 Stk., 2 – 6 m3
Schwere Netzabdeckung 1‘000 m2

Ruedi Degelo

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