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Mineur: «Etwas komplett Neues erleben»

Roland Friedrich, Mineur

Der Mineur – ein Beruf mit mystischer Ausstrahlung. Tief im Berg arbeiten Männer mit schweren Maschinen und Sprengstoff, umgeben von Tausenden Tonnen Stein. Mit Roland Friedrich machen wir den Realitätscheck: Wie ist Tunnelbauer wirklich?

Der Mineur im Realitätscheck

Mit 21 Jahren trat Roland «Roli» Friedrich in unsere Firma ein. Als ausgebildeter Maurer brachte er das nötige Rüstzeug mit, um sich in unserer Spezialkompetenz Untertagebau intern weiterzubilden. Nach der Diplomierung erst zum Vorarbeiter und später zum Polier ist der dreissigjährige Obwaldner nun bereits seit mehr als zehn Jahren in der Abteilung Untertag tätig.

Pascal Limacher: Was hat dich als junger Maurer bewegt, in den Bau unter Tage zu wechseln?

Roland Friedrich: Nach der Maurerlehre und dem Durchdiener im Militär wollte ich einfach etwas Neues erleben. Ein, zwei Jahre in den Tunnel. Nun sind es schon mehr als zehn Jahre daraus geworden – und es werden wohl noch mehr! (lacht)

Roland Friedrich
Roland Friedrich

Kannst du dich an deine erste Baustelle in unserer Firma erinnern?

Das war die ARGE Autoumfahrung Lungern, dort war ich gleich eineinhalb Jahre tätig. Angestellt wurde ich als Maurer und habe die Zwischendecke geschalt, armiert und betoniert.

Wie ist denn der Wechsel genau zustande gekommen?

Nun, mein Bruder arbeitete damals bei Gasser Felstechnik im Untertag. Dann war nach dem Militärdienst sicher auch der gute Lohn ein Lockruf für den Job.

Beschreibe bitte mal einen typischen Arbeitstag.

Der ist nie gleich, die Tätigkeiten unterscheiden sich je nach Baustelle. Im Vortrieb ist das sicher bohren, mit Sprengstoff laden, abdecken, sprengen und schuttern. Dann wird eingemessen und die Installationen nachgezogen. Im Betonbau haben wir ausschliesslich Spezialarbeiten, jedes Mal sind es neue Abläufe und Arbeitsplanungen. Das ist stets eine Herausforderung und es bleibt interessant!

Roland Friedrich, Mineur
Sprenglöcher bohren

Das lernt man nicht in der Berufsschule. Wie hast du diese Techniken erlernt?

Vieles lernt man vom Team direkt beim Mitarbeiten auf der Baustelle. Ich konnte dabei stark von den erfahrenen Polieren profitieren.

Wann wusstest du, dass Mineur genau das Richtige für dich ist?

Ich habe einfach gearbeitet und plötzlich war ich Mineur (schmunzelt). Nein, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Mir hat es einfach immer mehr gefallen und so bin ich dabei geblieben.

Was fasziniert dich an der Arbeit im Berg?

Da gibt es vieles. Erstens die Geologie, das Gestein ist nirgends genau gleich. Die Geologie kann einen Meter weiter hinten plötzlich ganz anders sein und einen komplett anderen Arbeitsvorgang erfordern. Zweitens… bekommt man auch keinen Sonnenbrand! (lacht laut)

Andere Frage: Du arbeitest häufig mit Sprengstoff. Ist das gefährlich?

Nein, wenn man weiss, wie damit umgehen, ist Sprengstoff nicht gefährlich. Wenn man die Sprengprüfung abgeschlossen hat, alle Vorschriften einhält und die Ladung korrekt berechnet, ist Sprengen sicher. Zum Sprengkurs wurde ich von der Firma angemeldet.

Roland Friedrich
Schuttern

Wie geht man generell mit Risiken um?

Beim Bohren im Vortrieb merkt man vielfach, wenn man sich in eine geologische Störzone vorarbeitet. Hier hilft die Erfahrung von langjährigen Mitarbeitenden, die Gefahren zu erkennen. Bei jedem Arbeitsschritt werden die Risiken fortlaufend analysiert.

Bildest du als Polier nun selbst angehende Mineure aus?

Aktuell nicht, es fehlt uns im Moment an jungen Leuten. Aber das wäre natürlich cool, ich würde gerne ausbilden. So wie ich von unseren älteren Polieren ausgebildet wurde und nach wie vor viel von ihnen lerne. Als junger Mitarbeiter muss man von diesem Wissen schöpfen, schöpfen, schöpfen!

Wieso würdest du einem Bauhandwerker den Wechsel in den Untertag empfehlen?

Es ist etwas komplett Neues und passt perfekt, wenn er etwas Neues erleben will und eine Herausforderung sucht. Ein Maurer findet trotzdem auch im Untertag Betonarbeiten. Es lohnt sich jedenfalls, seine Bewerbung als Mineur zu senden und den Job bei Gasser Felstechnik kennenzulernen. Vielleicht packt es einen, vielleicht auch nicht – für die berufliche Entwicklung interessant ist es auf jeden Fall!

Roland Friedrich, Mineur
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Was spricht für unsere Firma als Arbeitgeber?

Man wird mit Weiterbildungen persönlich gefördert, wenn man sich im Job einsetzt. Auch die persönliche Schutzausrüstung und die Kleidung sind auf einem sehr hohen Niveau.

Gibt es nach zehn Jahren eigentlich noch Baustellen, die dich beeindrucken?

Immer wieder. Ich habe noch nie auf einer neuen Baustelle das Gleiche gemacht wie auf der vorherigen. Die Profilgrössen unterscheiden sich und mal geht es geradeaus, mal in Kurven und wie zuletzt bei einem Projekt auch zickzack (lacht)! Sogar durch 8 m Gletschereis haben wir schon gegraben, auf dem Titlis. Auf dem Jungfraujoch war ich ebenfalls schon. Man kommt also in der ganzen Schweiz herum!

Roli, besten Dank für das Gespräch.

Pascal Limacher

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