Nasen- und Bottenbalmbrücke, Brienz (BE)
Im Frühjahr erneuerten wir die Rückverankerung eines Stützbauwerks der Nationalstrasse N8. Dank mobilem Spezialinventar und Nachtarbeit entstanden kaum Einschränkungen für den Verkehr.
Das Bundesamt für Strassen ASTRA liess ein rund 35 Jahre altes Stützbauwerk der Nationalstrasse N8 zwischen Interlaken Ost und Brienz sanieren. Anfang Februar, unter beinahe schon arktischen Temperaturen, begann unser Team mit den Spezialtiefbauarbeiten. In einem ersten Schritt wurden Versuchsanker gebohrt. Die wohl grösste Herausforderung bestand darin, in der gut 100 m langen und knapp 15 m hohen Stützmauer die Versuchsanker ohne stationäre Gerüstungen und bei Nacht auszuführen.
Komplett mobile Installation
Genau für solche Aufgabenstellungen verfügen wir in unserem innovativen Maschinenpark über die entsprechenden Geräte. Zum Einsatz kam der Bohr-LKW. Die bis zu 18 m langen Bohrungen mussten aufgrund der Geologie komplett verrohrt werden. Dies und das anschliessende Versetzen der mehrteiligen, vorinjizierten Anker wurde von einer mobilen Arbeitsbühne aus bewerkstelligt.
Permanente Anker
Mit der frischen Rückverankerung des Stützbauwerks konnte dann gegen Mitte Mai begonnen werden. In einer ersten Phase im westlichen Stützmauerteil kam nochmals der Bohr-LKW zum Einsatz. Den westlichen Teil der oberen Ankerreihe übernahm dann – auf spektakuläre Weise – der Schreitbagger Kaiser S3. Unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen wurde er auf einen in der Mauer vorhandenen Pflanzentrog gestellt. Von dieser Position aus bohrte der Schreitbagger-Maschinist die Anker. Insgesamt wurden 50 permanente Anker mit einer Gesamtbohrlänge von rund 750 m erstellt.
Technische Daten
Permanente Anker 50 Stk. 750 m
Versuchsanker 75 m
Peter Bichsel