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Mikropfähle für die Perronerhöhung

Bahnhof Wauwil (LU)

Auf der Bahnstrecke zwischen Olten und Luzern wird der Bahnhof Wauwil komplett saniert, damit die Reisenden künftig bequem und barrierefrei in die Züge einsteigen können. Hierfür haben wir innert kürzester Zeit an der Bahnlinie 244 Mikropfähle erstellt.

Der Bahnhof Wauwil (LU) wird barrierefrei. Hierfür haben wir innert kürzester Zeit an der Bahnlinie 244 Mikropfähle erstellt.

Der Auftrag am Bahnhof Wauwil gestaltete sich überaus anspruchsvoll, da nur ein sehr beschränktes Zeitfenster für die insgesamt 244 Pfähle zur Verfügung stand. Neben den Gleisen, welche von Sursee in Richtung Zofingen führen, haben wir auf der vom Geleise abgewandten Seite insgesamt 124 Mikropfähle mit Ø 219 mm und 18 m Länge erstellt. Die restlichen 120 Pfähle befanden sich alle in unmittelbarer Nähe der Gleise und konnten deswegen nur während den nächtlichen Sperrungen zwischen 22.00 Uhr und 5.15 Uhr gebohrt werden.

Bahnhof Wauwil (LU)
Mikropfähle bohren auf engstem Raum

Ausführliche AVOR

Für eine erfolgreich funktionierende Baustelle ist eine gründliche Vorbereitungsarbeit unerlässlich. Hier konnten wir unsere ganzen Erfahrungen und das vorhandene Know-how einbringen. Für die Grundinstallation entschieden wir uns für vier Einsatzgruppen, bestehend aus einem Doppelkopf-Bohrgerät mit dazugehörendem Bediengerät mit Stangengreifer. Die vier Kompressoren mit bis zu 28 m3 Luftvolumen sorgten für die einwandfreie Bohrgutförderung. Um jegliche Verschmutzung und Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrs und der angrenzenden Privatgrundstücke auf ein absolutes Minimum zu beschränken, standen jeder Bohrgruppe pro Schicht zwei spezielle Welaki-Mulden mit Preventeranschlüssen zur Verfügung. Das von unserem Auftraggeber verlangte ausführliche Sicherheitskonzept wurde gemeinsam mit den Verantwortlichen den SBB-Vorschriften angepasst und entsprechend umgesetzt.

Bahnhof Wauwil (LU)
Pfahlfundation mit Mikrobohrpfählen

Installation am Gleis

Die Grundinstallation mit allen Leitungen für Strom, Wasser, Luft und Injektionsgut wurde beidseits der Gleise stationär aufgebaut. Dabei galt es etliche Umstände zu beachten. Zum einen mussten die Einsatzrayons der jeweiligen Gruppe den örtlichen Gegebenheiten mit den notwendigen Schwenk- und Arbeitsbereichen angepasst werden, zum anderen durfte die Mobilität der einzelnen Gruppen nicht beeinträchtigt werden. Dies auch unter dem Aspekt, dass täglich das gesamte eingesetzte Equipment aus dem unmittelbaren Sicherheitsbereich an der Bahnlinie entfernt werden musste.

Bahnhof Wauwil (LU)
Unmittelbar neben dem Geleise in der Nachtschicht

In Nachtschichten

Ausgeführt wurden die Hauptarbeiten schliesslich Ende Mai beziehungsweise Anfang Juli in zwei Hauptetappen zu sieben (Südgleis) und fünf (Nordgleis) Nachtschichten. Effektiv im Gleisbereich gearbeitet werden konnte – wegen den jeweiligen Vorkehrungen für die tägliche Bahnsperrung – im Durchschnitt lediglich sieben Stunden pro Nacht. Aus Gründen der Effektivität wurden die Ø 114.3 × 10 mm starken und 18 m langen Pfahleinbauten tagsüber auf einer eigens dafür entworfenen Vorrichtung zusammengeschraubt und an die nächtlichen Einsatzorte verteilt. Schlussendlich erlaubten uns diese Vorbereitungen und natürlich die absolute Topleistung unseres Teams, in der vorletzten Nacht die magischen 500 m Schichtleistung zu erreichen! Das Projekt zeichnete sich im weiteren durch eine optimale Zusammenarbeit mit Auftraggeber, projektierendem Ingenieurbüro und den beteiligten Vertretern der SBB aus.

Nachtschicht auf der Baustelle Bahnhof Wauwil (LU)

Technische Daten
Mikrobohrpfähle Ø 219 mm 244 Stk.
ROR 114.3 4’500 m
Zement 400 t

Peter Bichsel / Thomas Bluntschli

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