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Glacier 3000: Stollenbau im Hochgebirge

Glacier 3000, Les Diablerets (VD)

Auf rund 2’500 m ü. M. erstellten unsere Mineure einen rund 245 m langen Skitunnel im fallenden Sprengvortrieb. Die Gebirgsbaustelle wurde dabei über zwei Seilbahnen erschlossen.

Das Skigebiet Glacier 3000 erschliesst mit einem neuen Skitunnel eine direkte Piste von der Station Cabane hinunter zum Col du Pillon. Die schwarze Piste wird mit einer maximalen Neigung von 41° zu einer Attraktion. Der 245 m lange Tunnel wurde mit 14.1 % Neigung im fallenden Sprengvortrieb erstellt. Nach Abschluss der Ausbrucharbeiten musste eine Betonsohle mit hoher Genauigkeit erstellt werden, auf welcher ein Skiteppich ausgelegt wird. Für die Planung und Bauleitung zeichnet sich die Gasser Engineering AG verantwortlich.

Glacier 3000, Les Diablerets (VD)
Der Skitunnel

Bauen im Hochgebirge

Die exponierte Lage der Baustelle auf rund 2’500 m ü. M. forderte von unseren Mitarbeitenden alles ab. Bereits im Frühjahr kämpften wir uns durch teilweise meterhohen Schnee, um die Transportseilbahn zu installieren. Heftige Gewitter mit Blitzschlag verunmöglichten teilweise das Arbeiten. Dass die Baustelle dennoch termingerecht zur Eröffnung der Skisaison abgeschlossen werden konnte, ist eine ausserordentliche Leistung und dem Einsatzwillen des Teams zu verdanken!

Glacier 3000, Les Diablerets (VD)
Mit dem Bohrjumbo im hochalpinen Gelände

Logistik per Seilbahn

Die Baustelle konnte ausschliesslich per Bahn erreicht werden. Sämtliche Gerätschaften, jedes Ersatzteil und alle Baumaterialien wie Spritzbeton, Anker, Stahleinbaubogen etc. mussten mit der Personenseilbahn vom Col du Pillon zur Station Cabane und von dort mit einer Materialseilbahn zum Installationsplatz Martistäli geführt werden. Aufgrund der Gewichtslimiten wurden der Bohrjumbo und der Fahrlader für den Transport in Einzelteile zerlegt und auf der Baustelle wieder zusammengebaut.

Glacier 3000, Les Diablerets (VD)
Mineure vor dem Portal

Portalbauwerk

Im bergseitigen Martistäli wurde bereits 2021 der Voreinschnitt für das Tunnelportal sprengtechnisch ausgehoben. Talseitig mündet der neue Tunnel in ein Portalbauwerk, welches im steilen Gelände möglichst versteckt gehalten wurde. Unsere Kollegen der Abteilung Sprengbetriebe haben dazu – vor dem Durchschlag des Tunnels – den Voreinschnitt und ein darüberliegendes Steinschlagschutzwerk erstellt. Neben dem Stollenportal wurde eine Kaverne zum Abstellen eines Pistenfahrzeugs und für die Installation einer Trafoanlage ausgebrochen. Diese wurde mit Gitterbögen, Felsnägeln und Spritzbeton gesichert.

Technische Daten
Ausbruch Skitunnel 1’780 m3 fest
Ausbruch Kaverne 245 m3 fest
Spritzbeton 750 t 

Markus Werner   

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