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Gletschergarten: Wo die Zeit gefriert

Gletschergarten Luzern (LU)

Bei einer Bauzeit von mehreren Jahren vertagen wir unsere Ausführungen über Arbeitsweisen, Einsatz von Mitarbeitenden und Technik – und nehmen uns etwas Zeit, über die Besonderheiten dieser Publikumsattraktion zu berichten.

Im Gletschergarten Luzern brechen wir entlang der natürlichen geologischen Schichtung einen Erlebnisweg aus dem Fels

Der Gletschergarten Luzern ist eng mit der kulturellen und touristischen Entwicklung der Region und der Stadt Luzern verbunden. Er ist mit jährlich rund 120’000 Gästen eines der meistbesuchten Museen in der Deutschschweiz und zieht Jahr für Jahr Besucher aus dem In- und Ausland an. Seit 1999 steht der Gletschergarten unter Denkmalschutz. Der Gletschergarten Luzern ist heute ein bedeutendes Naturdenkmal und zugleich ein Museum für Stadt-, Tourismusund Erdgeschichte. Mit dem Gletschergarten besitzt die Region Luzern eine in ganz Europa einzigartige Kombination aus Naturdenkmal, Naturalienkabinett und Heimatmuseum in einer künstlich geschaffenen, romantischen Landschaftsinszenierung. Die natürlich geschaffenen Gletschertöpfe gelten durch ihre Aufnahme ins Bundesinventar als Naturobjekt von nationaler Bedeutung.

Gletschergarten Luzern (LU)
Das Projekt «Fels»

Exempel der Schweizer Tourismusgeschichte

Die Eröffnung des Gletschergartens legte am 1. Mai 1873 auch den Grundstein eines luzernischen Heimatmuseums, zu dessen Hauptattraktionen neben dem Relief der Urschweiz auch die aus dem Baldeggersee ausgegrabenen Pfahlbaufunde gehören. Der Gletschergarten wurde zu einem Teil des im 19. Jahrhundert am äusseren und am inneren Löwenplatz entstandenen Ensembles von kulturellen und touristischen Einrichtungen: Löwendenkmal (1821), Meyers Diorama und Alpendiorama (um 1850/1855), Stauffersches Tierweltpanorama (1858 bis 1900), Bourbaki-Panorama (1889) und Alpineum (1895). Der Spiegelsaal ergänzte in der Belle Époque als touristische Attraktion das Angebot des Gletschergartens. Die ersten Phasen der Schweizer Tourismusentwicklung können an der Gründung und Entstehung des Gletschergartens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts exemplarisch aufgezeigt werden.

Gletschergarten Luzern (LU)
Visualisierung des neuen Erlebniswegs

Projekt «Fels»

Um die Zukunftsfähigkeit und inhaltliche Weiterentwicklung des traditionsreichen Gletschergartens zu sichern, wurde eine publikumswirksame Gesamterneuerung der Anlage ins Auge gefasst. Neben der inhaltlichen Modernisierung und Aufwertung des Museums sollen auch eine Erhöhung des Gästeaufkommens auf 140’000 Eintritte pro Jahr und eine Steigerung des Pro-Kopf-Umsatzes durch das Projekt «Fels» ermöglicht werden. Ein Kernelement des Projekts ist der thematische Erlebnisrundgang im Felsinnern. Er führt über einen unterirdischen Bergsee und einen vertikalen Gartenhof zum erweiterten Parkbereich der Sommerau. Der Rundgang im natürlichen Felsenklima folgt den geologischen Besonderheiten des Luzerner Sandsteins: Elemente wie Schichtungen und Klüfte bestimmen die Geometrie der Räume. Inhaltlich wird das inszeniert und vermittelt, was der Fels mit seiner Geschichte und seinen Strukturen bereithält, so etwa Spuren des Luzerner Meeresstrandes, Erdmagnetfeld, Bergwasser oder Fossilien. In einem Projektionsraum werden die Inhalte mit multimedialen Projektionen erklärt.

Curzio Tonella / zvg Stadt Luzern

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