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«Projekt Fels» nimmt Formen an

Gletschergarten Luzern (LU)

Nachdem wir im letzten Herbst das Vorzeigeprojekt des Luzerner Gletschergartens vorgestellt haben, wollen wir nun die Arbeit unserer Mineure genauer beleuchten. Eine nicht alltägliche Baustelle.

Der Erlebnisweg im Felsen besteht aus einem horizontalen Teil (Felsgang), einer Kaverne (Bergsee) und einem Schacht (Gartenhof) als Verbindung zur Sommerau. Zur baulichen Erschliessung sowie für den Betrieb sind ein weiterer Stollen, eine Kaverne sowie ein Liftschacht geplant worden. Gleichzeitig mit den Vortriebsarbeiten für diesen technischen Stollen haben wir auch die Aushub- und Sicherungsarbeiten im Bereich des Schachtkopfes ausgeführt. Die gesamten Materialtransporte vom und zum Schachtkopf werden mit einem Baukran abgewickelt. Der einzige Umschlagplatz für sämtliche Transporte liegt vor dem Portal des technischen Stollens: Die anspruchsvolle Logistik kann nur mit vorausschauender und strikter Planung gemeistert werden.

Gletschergarten Luzern (LU)
3D-Modell der Ausbrüche von unten gesehen. Grafik: Lombardi AG

Technische Daten
Felsgang (rot) 850 m3
Portal Felsgang 200 m3
Bergsee (gelb) 640 m3
Gartenhof (türkis) 1’300 m3
Liftschacht (pink) 240 m3
Schachtkopf Gartenhof/Lift 730 m3
Technischer Stollen (grün) 800 m3
Portal technischer Stollen 800 m3
Technische Kaverne (dunkelgelb) 310 m3

Überwachung der Sprengerschütterungen

Aufgrund der innerstädtischen Lage und der empfindlichen umliegenden Bauten wie das Schweizerhaus und das Löwendenkmal, ist eine konsequente Beweissicherung und Überwachung vor, während und nach den Bauarbeiten unerlässlich. So gingen bereits als Auflage zur Baubewilligung zahlreiche Massnahmen im Zusammenhang mit der Beweissicherung hervor. Vor den Hauptarbeiten sind mehrere Felssicherungsmassnahmen ausgeführt worden. Mit den Erkenntnissen aus Probesprengungen, die vor Baubeginn unter der Leitung des Geologen ausgeführt wurden, ist das Konzept zur Erschütterungsüberwachung angepasst worden. So wurden beispielsweise die definitive Lage der zehn Geofone und die Richtwerte für die überwachten Objekte in Abhängigkeit der Empfindlichkeitsklassen festgelegt. Dank dem Zugriff auf eine Online-Plattform mit den aktuellen Erschütterungsaufzeichnungen kann unser Sprengmeister die Bohr-, Lade- und Zündschemas unmittelbar anpassen und verfeinern. Nebst den Erschütterungsmessungen werden die besonders empfindlichen Objekte geodätisch überwacht. Allfällige Veränderungen des Grundwassers und der Quellverhältnisse im Zusammenhang mit den Bauarbeiten werden von der Bauleitung überwacht und dokumentiert.

Profil folgt der Geologie

Für das Abteufen des Gartenhofs ist ein Schutterschacht vorgesehen. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen im Zusammenhang mit den Erschütterungen haben wir in Rücksprache mit der Bauleitung und der Bauherrschaft beschlossen, 22 m des Schachtes mit unserem bewährten System der hängenden Ladungen auszuführen. Dies wurde zum Erfolg! Die Profilform der drei Objekte Felsgang, Bergsee und Gartenhof folgt der Geologie. Das heisst, es werden vorhandene Trennflächen wie Schichtungen und Klüfte in das Profil übernommen und weitergeführt. Geologische Besonderheiten wie zum Beispiel Wellenrippen werden speziell hervorgehoben und zu einem späteren Zeitpunkt mit Lichteffekten inszeniert. Vom technischen Stollen aus haben wir bis zu 33 m lange Vorauserkundungsbohrungen mit Kernentnahme ausgeführt. Sie dienten der Erkundung des effektiven Trennflächengefüges im Bereich des Felsgangs sowie der Festlegung der definitiven Ausbrüche. Mit der Überlagerung von 3D-Modell und Scan-Aufnahmen kann das Projekt kontinuierlich dem Schicht- und Kluftverlauf angepasst werden.

Gletschergarten Luzern (LU)
Wellenrippen werden sichtbar gemacht

Bergsee und Schacht

Der Bergsee befindet sich am Ende des Felsgangs und ist eine Kaverne, die ebenfalls der Geologie folgt. Am Grund der Kaverne befindet sich ein Weiher, welcher im Idealfall durch Bergwasser gespeist wird. Auch im Bergsee sollen die geologischen Strukturen gezeigt werden. Der Gartenhof schliesst an den Bergsee und die technische Kaverne an und führt als Schacht auf die Sommerau. Er besteht aus einem durchgehenden Treppenhaus aus Stahlbeton und einem offenen, nicht begehbaren Schacht, in welchem ebenfalls die geologischen Strukturen ersichtlich werden. Im oberen Teil des Gartenhofes sind unsere Mineure jedoch auf instabile Schichten gestossen, daher haben wir den Schachtkopf mit Spritzbeton und Ankern sichern müssen.

Gletschergarten Luzern (LU)
Bohren für den Sprengvortrieb

Curzio Tonella

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