KW Handeck 1 (BE)
Die Arbeiten im Auftrag der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) laufen weiterhin planmässig. Noch im Dezember erfolgten termingerecht die letzten Sprengungen.
Seit Januar 2026 befindet sich das Projekt in der nächsten Phase. Die neue Druckleitung mit einem Durchmesser von 1.7 m wird durch unseren Nebenunternehmer Bilfinger als Inliner in die bestehende Leitung (Durchmesser 2.1 – 2.3 m) eingezogen. Den verbleibenden Ringraum hinterfüllen wir anschliessend mit SCC-Beton.

Betonierarbeiten in zwei Steilstrecken
Die Druckleitung führt vom Gelmersee über die Steilstrecke und den Fusskrümmer bis zum Kraftwerk Handeck 1. Zentrales Element der Betonierarbeiten ist die von uns vorgängig ausgebrochene Kaverne, welche die Steilstrecke in zwei Abschnitte unterteilt. Dadurch können die obere und die untere Steilstrecke gleichzeitig und unabhängig voneinander betoniert werden.
Der obere Abschnitt überwindet auf rund 550 m etwa 335 Höhenmeter bis hinauf zum Gelmersee. Die 7 m langen Rohrstücke der neuen Druckleitung werden per Super Puma von der Gerstenegg zum Gelmersee geflogen und von dort mittels Seilwinde in Richtung Kaverne abgesenkt.
Der Beton wird durch unseren Subunternehmer A3 Betonpumpen mit einer 250 kW starken Elektropumpe aus der Kaverne nach oben gefördert. Eine besondere Herausforderung war die Schalung des Startrohrs: Sie musste kopfüber erstellt werden und dem hohen Betondruck der ersten Etappe standhalten.


Rohreinbau und Betonage im unteren Abschnitt
Die untere Steilstrecke führt von der Kaverne über 250 m rund 160 Höhenmeter hinunter zum Fusskrümmer. Bilfinger bringt die 10.5 m langen Rohre mit einer Seilwindenanlage ein. Nach dem Verschweissen der Rohrstücke verfüllen wir den Ringraum über eine Betonierrinne, die von der Kaverne bis nach unten führt.
Anschliessend folgt die Flachstrecke: Vom Fusskrümmer verläuft die Leitung mit einem Gefälle von 8 % über 240 m bis zum von uns erstellten Zugangsschacht vor dem Kraftwerksgebäude. Der Rohreinbau erfolgt von dort aus, die Betonage über eine vor Ort installierte Pumpe.
Der Beton wird aus unserer eigenen Anlage in Brienz geliefert. Eine präzise abgestimmte Mischqualität ist entscheidend, damit sowohl das Pumpen als auch das Einbringen über die Rinne zuverlässig funktionieren. Möglich wird der Einbau der neuen Druckleitung durch das gute Zusammenspiel aller beteiligten Teams und Partnerunternehmen.
Leistungen Abbrüche von bestehenden Stahlbetonbauwerken, Stahlteilen / Panzerungen, Erschliessungsstollen und Kaverne, Stollenvortrieb
Bauzeit April 2025 – Dezember 2026
Auftraggeber Kraftwerke Oberhasli AG (KWO)
Tobias Glatz