MFH Obernau (LU)
Für den Neubau eines Mehrfamilienhauses in Obernau durften wir die Baugrubensicherung ausführen. Neben einer temporären Nagelwand erstellten wir permanente Stützmauern mit vorinjizierten Ankerstäben.
Die temporäre Nagelwand wurde mit bis zu 16 m langen Ankern gesichert. Insgesamt führten wir rund 2’400 m Bohr- und Ankerarbeiten aus. Während der gesamten Bauzeit wurde die Baugrube mit zwei Inklinometern sowie geodätischen Messungen überwacht. Die kontinuierliche Kontrolle im Wochenrhythmus ermöglichte es, kleinste Bewegungen frühzeitig zu erkennen.

Sicherungskonzept gezielt erweitert
Aufgrund von gemessenen Verschiebungen wurden die Aushubarbeiten vorerst eingestellt, und es mussten zunächst zusätzliche Ankerlagen mit vorgespannten Ankern hergestellt werden. Da der Aushub zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten war, stellte die Ausführung hohe Anforderungen an die Logistik und den Maschineneinsatz.
Mit unserem Bohrlastwagen konnten die Bohrungen rund 10 m oberhalb der bereits erreichten Aushubkote ausgeführt werden. Mithilfe einer Arbeitsbühne konnten die Anker so in kurzer Zeit eingebaut und gespannt werden.


Flexible Lösungen für anspruchsvolle Verhältnisse
Für die Baugrubensicherung wurden insgesamt rund 145 m3 Spritzbeton verarbeitet. Dank der engen Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten konnten die Sicherungsarbeiten flexibel an die geologischen Gegebenheiten angepasst und termingerecht abgeschlossen werden.
Leistungen Bohr- und Ankerarbeiten, Inklinometer, Spritzbeton
Bauzeit März – Mai 2026
Auftraggeber Heidi Willmann, Monika Müller-Willmann
Alexandra Flaum