Vorflutleitung, Holzhäusern (ZG)
Zwischen der Autobahn A4 und einer Hochspannungsleitung auf der einen Seite und einer Hochdruck-Gasleitung auf der anderen Seite wird eine Baugrube im Molasse-Sandstein sprengtechnisch ausgehoben.
Das Erstellen von Baugruben wird auch auf der scheinbar grünen Wiese zunehmend komplexer. Ein dichtes Netz von Werkleitungen sowie die Nähe zu nebenliegender Infrastruktur und zu Verkehrsachsen stellt bereits heute grosse Herausforderungen an den Tiefbau. Die Baugrube in Holzhäusern zeigt dies exemplarisch auf und verdeutlicht die Bedeutung von exakter Planung und fachmännischer Ausführung vor Ort. Dank umfassendem Know-how und langjähriger Erfahrung unserer Sprengspezialisten können auch Arbeiten in derart anspruchsvoller Umgebung wirtschaftlich und sicher ausgeführt werden.

Schachtbauwerk für Entlastungsstollen
Im Rahmen des regionalen Entwässerungskonzepts der Gemeinde Risch (ZG) ist eine 750 m lange Regenwasser-Entlastungsleitung geplant, die im Microtunneling-Verfahren erstellt werden soll. Der Anschluss dieser Vorflutleitung an die bestehenden Meteor- und Abwasserleitungen soll in einem mit Rühlwänden abgestützten, 13 m tiefen Schachtbauwerk erfolgen. Den sprengtechnischen Felsabtrag in diesem beengten Schacht führen wir als Subunternehmer der ARGE Stollen aus.
Gasleitung – Erschütterungsüberwachung
Die lediglich 1.5 m vom Baugrubenrand entfernt und im Erdreich vergrabene 12″-Hochdruck-Gasleitung (5 Bar) stellt besondere Anforderungen an die Sprengtechnik, insbesondere aber auch an unsere Sprengspezialisten auf der Baustelle. Die Gasleitung wurde zur Überwachung der Erschütterungen lokal freigelegt. Echtzeit-Messungen mittels eines darauf befestigten Geophons ermöglichen eine sofortige SMS-Meldung, sobald ein zuvor definierter Meldewert (deutlich unter dem zulässigen Erschütterungsrichtwert)
erreicht wird. Eine Ladeberechnung wurde zuerst für eine vorsichtig bemessene Testsprengung mit reduzierter Sprengstoffmenge durchgeführt. Da sich die Erschütterungswerte deutlich unter dem Meldewert befanden, konnten die Lademengen für die nachfolgenden Sprengungen kontinuierlich angepasst und optimiert werden. Infolge der verwendeten Zeitverzögerer zwischen den einzelnen Zündern erfolgen die Erschütterungen gestaffelt und nicht auf einen Schlag, was insgesamt ebenfalls zu geringeren Erschütterungswerten führt.


Hochspannungsleitung – spezielles Zündsystem
Um in der Nähe der bestehenden Hochspannungsleitung (ca. 10 m) sicher sprengen zu können und den Einfluss von Kriechströmen auf das Zündsystem zu unterbinden (z. B. ungewollte Spontanzündungen), werdenspeziell isolierte Schlauchzünder verwendet.
Autobahn – Sprengmatten gegen Steinflug
Als Schutzmassnahme gegen Schleuderwurf (Steinflug) auf die nahe gelegene Autobahn (ca. 30 m) werden schwere Sprengmatten verwendet. Diese werden jeweils vor der Zündung als Abdeckung über die Sprengstellen gelegt und können anschliessend für einen speditiven Arbeitsfortschritt mit einem Bagger bis zur nächsten Sprengung wieder zur Seite gehoben werden.


Leistungen Sprengtechnischer Felsabtrag, Baugrubensicherung, Ankerarbeiten
Bauzeit Januar – Juni 2026
Auftraggeber ARGE Stollen, Zug
Balthasar Epprecht