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Dringend notwendige Anpassung

Hochwasserentlastungsstollen, Grindelwald (BE)

Durch einen drohenden Felsabsturz im Gebiet der Schlossplatte (Ostflanke des Eigers) auf den Unteren Grindelwaldgletscher besteht die Gefahr einer Überflutung der Gletscherschlucht in Grindelwald.

Das 2.2 km lange Stollensystem wurde zur Entwässerung des Gletschersees in den Jahren 2009 bis 2010 erbaut. Schon damals hat man den Stollen so konzipiert, dass er in späteren Jahren flexibel den sich ändernden Risiken angepasst werden kann. Damit man möglichst effektiv auf Ereignisse reagieren kann, sollte der bestehende Hochwasserentlastungsstollen entsprechend auf die nun drohenden Gefahren vorbereitet werden. Man hat Priorität darauf gelegt, die Zugänglichkeit mit Maschinen in einem Interventionsfall zu gewährleisten. Es wurde daher entschieden, den Zulauf mit einer dichten Betonwand zu verschliessen, damit keine unkontrollierten Zustände oben im Einlaufbereich des Stollens entstehen können.

Hochwasserentlastungsstollen, Grindelwald (BE)
Sprengtechnisch ausgebrochener Keil in bestehendem Profil

Kurze Bauzeit dank A1H

Für die Schwellenkorporation Grindelwald haben wir zusammen mit der Gasser Felstechnik AG das Bauvorhaben als A1H-Projekt (Alles aus einer Hand) in Angriff genommen. Damit die Fahrzeuge und Baumaschinen für das Bauvorhaben zum Einsatzort gelangen können, wurde der bestehende Stollen sprengtechnisch nachprofiliert und wieder mit Felsnägeln und Spritzbeton gesichert. Am Ende des Entlastungsstollens ist dann eine wasserdichte Wand mit einem Entwässerungsrohr und Schieber erbaut worden. Damit diese Wand dem potenziell hohen Wasserdruck standhalten kann, wurde sie in den Fels verankert. Und um die Verankerung der Betonwand und der Felsoberfläche zusätzlich zu verbessern, sprengten die Mineure drei Keile zur Verzahnung in das bestehende Stollenprofil. In einem Zeitraum von drei Wochen wurde das ganze Vorhaben inklusive An- und Abtransportieren der Baustelleninstallation erfolgreich durchgeführt.

André Mathis

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