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Lernende leisten Einsatz für die Allgemeinheit

Projektwoche

Die Projektwoche führte 15 Lernende in den Naturpark Giessbach (BE), wo die Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Lehrberufen zusammen Wege und Zäune instand stellten.

Die jährliche Projektwoche Anfang Juli hat Tradition. Auch dieses Jahr kamen die Lernenden der Lungerer Unternehmen Gasser Felstechnik AG, der HP Gasser AG und der Sutter Fahrzeugbau AG zusammen, um gemeinsam für die Allgemeinheit zu wirken. «Die 15 Lernenden aus den unterschiedlichsten Lehrberufen arbeiten im Team und eigenverantwortlich am Projekt. Sie lernen voneinander und leisten gleichzeitig einen Beitrag an unsere wunderschöne Region », sagte Projektleiter Fredel Abegglen. Ziel der Projektwoche ist auch, dass die Jugendlichen einen Einblick in andere Lehrberufe gewinnen. Es sei während einer Projektwoche durchaus schon der Entscheid zu einer Zweitlehre gereift, erläuterte Abegglen.

Projektwoche
Die 15 Lernenden mit dem Betreuer Fredel Abegglen

Der Naturpark Giessbach

Dieses Jahr fand die Projektwoche im Naturpark Giessbach (BE) in der Nähe des Grandhotel Giessbach statt. Im Parkgelände gab es einige fällige Umbau- und Neubauarbeiten, auch ein Bike- und Fussweg musste ausgebessert werden. Am Montag, 12. Juli 2021 trafen wir Lernenden uns auf dem Werkhof, wo wir die benötigten Arbeitsmaterialien, Geräte und unser restliches Gepäck verstauten. Da wir unter der Woche abends nach Hause zurückkehrten, war unser persönliches Gepäck dieses Jahr eher spärlich und es wurde nur das Nötigste mitgenommen. «Unter dem Jahr sind wir Lernenden in ganz unterschiedlichen Bereichen und Orten tätig. In der Projektwoche lernt man sich untereinander besser kennen», erzählten zwei Auszubildende. Während der Woche wurden wir vom Hotel Giessbach versorgt und uns wurde ein Znüni, ein Mittagessen und ein Zvieri geboten.

Projektwoche
Der alte Zaun wird abgebaut

Teamwork der Lehrberufe

Angekommen beim Giessbach, besichtigten wir als erstes die verschiedenen Baustellen und teilten uns auf. Maurer und Zimmermänner trafen auf Baumaschinenmechaniker und Fahrzeugschlosser – und kaufmännische Berufe wie Mediamatiker und Kauffrau. Jede und jeder kann einen Beitrag zum Gelingen leisten, dennoch war Bauwissen gefragt. «Da muss schon jemand vom Fach sein», meinte der angehende Mediamatiker Balin Imfeld mit einem Schmunzeln. Für jeden Bauplatz auf dem Gelände bestimmten die Jugendlichen deshalb einen Baustellenchef, vornehmlich ältere Lernende aus den Bauberufen. Gut organisiert machten wir uns auf, das Material zu verteilen und loszulegen.

Projektwoche
Ein Sicherungsnetz wird montiert

Instandstellung

Es gab vieles zu tun. Um eine Wiese wurden Holzpfosten in den Boden geschlagen und ein Holzhag errichtet. Ein alter Unterstand, in dem Holz zum Grillieren aufbewahrt wurde, wurde abgerissen. An dessen Stelle zimmerten die Lernenden der HP Gasser AG ein schönes neues Holzhäuschen, das auf vier Betonplatten gestellt wurde. Auch diese Betonplatten entstanden durch unsere Arbeit: Wir gruben, erstellten eine Schalung und betonierten. Auf dem Wanderweg gibt es mehrere Aussichtspunkte, dort standen morsche Holzgeländer. Diese wurden rückgebaut und durch sichere Zäune mit Drahtseilen ersetzt. Auch der Weg an sich wurde verbessert. Herumliegende grosse Steine räumten wir zur Seite und errichteten kleine Mäuerchen aus Steinen.

Projektwoche
Teamwork beim Transport der Holzhütte

Wohlverdient

Projektwoche
Beton aus der «Bränte»

Am Mittwochabend erhielten wir Besuch von unseren Lehrlingsausbildnern, die sich vor Ort ein Bild über unsere Arbeit machten und sich natürlich auch die Giessbachfälle nicht entgehen liessen. Beim anschliessenden Apéro kamen Lernende und Ausbildner zusammen und diskutierten über das Erlebte – besonders über das unsägliche Regenwetter dieser Hochwasserwoche. Nach dem Apéro durften wir ein feines Abendessen im Restaurant des direkt über dem Brienzersee gelegenen Grandhotels Giessbach geniessen. Die Überraschung hatten wir uns in der trüb-kühlen Woche auch redlich erarbeitet: So mussten insgesamt rund 2’300 Kilogramm Beton den steilen Weg hinaufgetragen werden. Dazu wurden «Bränte» genutzt, eine historische Form des Eimers, der sich wie ein Rucksack umschnallen lässt. Doch die Bauwerke lassen sich sehen und werden hoffentlich den Besuchern des Naturparkes gute Dienste leisten.

Fabienne Niederberger, Lernende Kauffrau

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